Idar-Obersteiner Rettungsteddy© :

Aus klinischen Studien weiß man, dass schon alleine das Miterleben eines Unfalls Kinder extrem psychisch belastet. Diese seelische Belastung führt oftmals zu Störungen, deren Ursache man bis vor einiger Zeit nicht so genau erkannte. Die Auswirkungen dieser Störung stellen sich dar in Verlassenheitsängsten, extremen Vertrauensverlusten bis hin zu Aufmerksamkeitsstörungen oder vermeintlicher Hyperaktivität. Bei Nachuntersuchungen zum erhöhten psychologischen Betreuungsbedarf von unverletzten Beteiligten an größeren Schadensfällen (wie z.B. bei ICE-Unglück von Eschede) erkannte man die Auswirkungen eines Unfalls auf die kindliche Psyche.

Daher ist der Rettungsteddy© viel mehr als nur ein Spielzeug: er hilft sowohl beim Reden mit dem Kind zur Diagnose-Findung als auch bei der psychologischen "Aufbereitung" eines Unfalls. Der Teddy war "Augenzeuge" und er weiß, wovon man spricht, wenn man immer wieder über das schreckliche Ereignis spricht oder es nachspielt. Bei Kleinkindern, die noch im "magischen Alter" von Märchenfiguren sind, zeigt die Erfahrung, dass für diese der Teddy "heilende Kräfte" besitzt.


Mehr noch: nach übereinstimmender Aussage aller Einsatzkräfte ist ein Kindernotfall für sie selber extrem belastend - der Teddy in ihrer Hand nimmt auch viel Druck von ihnen.

Aus diesem Grunde startet die AKIK Ortsgruppe Idar-Oberstein in Zusammenarbeit mit dem Klinikum Idar-Oberstein GmbH die Aktion Idar-Obersteiner Rettungsteddy©. Diese Teddys werden in jedem Rettungs- und Polizeiwagen zu finden sein. Jedes Kind, das in die Klinik muss erhält ein Teddy.